Archiv der Kategorie: Studien

Studie: lieber kurz & intensiv

Studie: lieber kurz & intensiv

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Stundenlanges Krafttraining macht wenig Sinn. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie vom Institut für Sportwissenschaft an der Uni Koblenz-Landau. Untersucht wurde hier der Einfluss unterschiedlicher Trainingslasten für den Kraftaufbau. Dabei kam eine computergestützte Lumbar-Extension-Maschine zum Einsatz, an der die eine Gruppe der insgesamt 26 Studienteilnehmenden ein Mal wöchentlich mit einer Last von 80% des Maximums und die andere Gruppe mit einer Last von 50% trainierten. Den Punkt der lokalen muskulären Ermüdung erreichte die erste Gruppe mit durchschnittlich 8 Reps, die zweite Gruppe brauchte dafür 26 Wiederholungen. Während der Kraftzuwachs bei beiden Gruppen gleich ausfiel, war das Belastungsempfinden unterschiedlich. Das Training mit höherer Last und weniger Wiederholungen wurde dabei als angenehmer empfunden. „Wird ein Training als unangenehm empfunden, setzen viele Menschen die Trainingslast herab. Doch genau das Gegenteil kann sinnvoll sein, wie unsere Studie zeigt“, resümierte der Studienleiter Jürgen Gießing. Also doch lieber kurz und (relativ) schmerzlos.
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Studie: Bewegungsarme Kids

Studie: Bewegungsarme Kids

© Klaus Steves / pixelio.de
Die Note 4- taucht gleich drei Mal im so genannten „Bewegungszeugnis“ für deutsche Kinder auf. Bei der Untersuchung der Active Healthy Kids Global Alliance wurde das Bewegungsverhalten von Kindern aus 50 Staaten unter die Lupe genommen. Allein bei den Rahmenbedingungen des organisierten Sports kam Deutschland mit der Note 2 davon. In den Bereichen „Körperliche Aktivität insgesamt“, „Sitz-Verhalten“ und „Aktives Spielen“ droht uns hierzulande mit einer 4- allerdings „Sitzenbleiben“. Obgleich 70% der deutschen Kinder Mitglied in einem Sportverein sind, erreichen nur 20% mindestens eine Stunde moderate oder intensive körperliche Aktivität pro Tag, wie es die WHO empfiehlt. Da liegt der Vergleich zur weit verbreiteten „passiven Mitgliedschaft“ im Fitnessstudio schon recht nah…
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Studie: Bewegungsmangel & Mortalität

Studie: Bewegungsmangel & Mortalität

© Paul-Georg Meister / pixelio.de
Lieber rauchen als abhängen – diese Ableitung könnte man aus einer aktuellen Studie der Cleveland Clinic ziehen. Mehr noch: Bewegungsmangel erhöhe das Mortalitätsrisiko stärker als Rauchen, Diabetes oder Bluthochdruck, resümierte der Kardiologe und Studienleiter Dr. Wael Jaber unlängst in einem Interview auf CNN. Für die Langzeitstudie wurden mehr als 120.000 TeilnehmerInnen durchschnittlich über 8,5 Jahre auf ihre kardiorespiratorische Fitness getestet. Ein besonders überraschendes Ergebnis: Selbst wer extrem viel Sport treibe, hätte keine negativen Auswirkungen auf sein Herzkreislaufsystem zu befürchten.
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Studie: Rotes Fleisch für’s Herz

Studie: Rotes Fleisch für’s Herz

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Mehr als 138.500 TeilnehmerInnen in 21 Ländern wurden für die PURE-Studie im Schnitt 7,4 Jahre begleitet. Nach der Auswertung dieser umfangreichen Datenbasis kamen die ForscherInnen um Andrew Mente vom Population Health Research Institute (Hamilton, Ontario) zu dem Schluss, dass – entgegen aktueller Ernährungsempfehlungen – auch rotes Fleisch und Vollfett-Milchprodukte zu einer besseren (Herz-)Gesundheit beitragen. Die Einnahme von viel Stärke sei dagegen schädlich. Idealerweise solle sich die tägliche Energiezufuhr aus 54% Kohlenhydraten, 28% Fett und 18% Protein zusammensetzen. Dazu zählen 1,5 Portionen rotes Fleisch und 3 Portionen Milchprodukte am Tag. Darüber hinaus sollten 8 Portionen Früchte und Gemüse sowie 2,5 Portionen Nüsse und Hülsenfrüchte auf dem Ernährungsplan stehen. Wie die Nahrungsaufnahme dieser vielen Portionen zeitlich gewährleistet werden kann, wurde bislang nicht verraten.
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Studie: paygap einfach wegtrainieren?

Studie: paygap einfach wegtrainieren?

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Ein Gehaltsunterschied von 22.000€ lässt sich sportlich kompensieren – wenn man einer aktuellen US-amerikanischen Studie Glauben schenkt. Nach der Auswertung entsprechender Daten von über 1,2 Mio. US-BürgerInnen kam das Forschungsteam von Dr. Samimi Chekroud (Universität Oxford) zu dem Schluss, dass regelmäßige Bewegung zu einer ähnlichen mentalen Gesundheit führt wie ein Mehr-Verdienst von 25.000$ im Jahr. Ganz gleich welcher Sport, insgesamt führe sportliche Betätigung zur Eindämmung von Stimmungstiefs. Insbesondere schlagen sich demnach populäre Teamsportarten auf das psychiche Wohlbefinden positiv nieder. Ob besonders viel Mannschaftssport einen noch höheren „paygap“ kompensieren kann, bleibt zu erforschen…
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Studie: DKV-Report 2018

Studie: DKV-Report 2018

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Statt 60% (2010) erreichen aktuell nur noch 43% der Deutschen den WHO-Richtwert für körperliche Aktivität. Zu diesem besorgniserregenden Ergebnis kommt zumindest der DKV-Report 2018. Demnach geht jedeR Zehnte überhaupt keiner körperlichen Aktivität nach, die länger als zehn Minuten am Stück dauert. Pikant: In den letzten 10 Jahren stieg die Anzahl der Fitnessstudio-Mitgliedschaften um über 5 Millionen Verträge (vgl. statista.com). Vermutlich trägt allein die Gym-Zugehörigkeit auf dem Papier zu einer optimistischen Selbsteinschätzung bei: 61% der Befragten halten ihren Gesundheitszustand für „gut“ oder gar „sehr gut“.
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Studie: 18% mehr Fitnessfood

Studie: 18% mehr Fitnessfood

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Eiweißriegel, Mineralgetränke, Proteinpulver – so genannte „Sportnahrung“ findet sich längst nicht mehr nur im Fachgeschäft, sondern mittlerweile auch bei jedem Discounter. Kaum verwunderlich also, dass in der neuen Fitness-Studie des Marktforschers Nielsen eine fast 18-prozentige Umsatzsteigerung bei Fitnessfood im vergangenen Jahr verzeichnet wird. So gaben die fitnessaffinen BürgerInnen hierzulande dafür rund 156 Millionen Euro aus. Dass dabei zunehmend „strong“ statt „skinny“ angestrebt wird, zeigt eine andere Zahl: Der Absatz so genannter „Diätika“ ging im gleichen Zeitraum um 7% zurück.
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AOK-Studie: Familiärer Bewegungsmangel

AOK-Studie: Familiärer Bewegungsmangel

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Die gute Nachricht: 76% aller deutschen Eltern fühlen sich gesund. Weniger gut: 58% der Eltern sind übergewichtig oder gar adipös, bei den Vätern sogar 72%. Zugleich kommt körperliche Aktivität in einem Drittel der Familien zu kurz, so dass nur 10% der Kinder so aktiv sind wie von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen. Zu diesen Ergebnissen kommt die heute veröffentlichte AOK-Familienstudie 2018.
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Alzheimer-Studie: Sport, Schlaf, Wein

Alzheimer-Studie: Sport, Schlaf, Wein

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Ein Heilmittel gegen die tückische Alzheimer-Krankheit lässt zwar weiter auf sich warten. In einer aktuellen Studie fanden ForscherInnen der University College London (UCL) aber zumindest einige präventive Maßnahmen, um die neurodegenerative Erkrankung abzuwenden: Demnach unterstütze die Kombination aus einem gesunden Bewegungs- und Schlafverhalten sowie die tägliche Einnahme geringer Alkohol-Mengen das selbstreinigende glymphatische System des Gehirns. So könne die
Ansammlung gefährlicher Plaques verhindert und damit das Alzheimer-Risiko gesenkt werden. Der Versuch an Mäusen erlaubte den WissenschaftlerInnen vor allem die Ableitung, Menschen sollten mehr auf ihren Schlaf achten und mehr Sport treiben.
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Studie: Sport beste Sturzprophylaxe

Studie: Sport beste Sturzprophylaxe

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Bewegung statt Vitamin D plus Calcium  – das empfiehlt die U.S. Preventive Services Task Force (USPSTF) der Generation 65+ neuerdings zur Sturzprophylaxe. Basierend auf dem aktuellen Evidenzreport korrigiert sie damit ihre letzte Empfehlung. Demnach können sich ältere Menschen am besten durch regelmäßigen Sport vor Stürzen und den daraus resultierenden Knochenbrüchen schützen. Bei SeniorInnen gelten Stürze als häufigste Ursache von schweren Verletzungen, die zu Kranken­haus­auf­enthalten und zu einem vorzeitigen Tod führen können.
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