EAT TRAIN LOVE

Kristin Woltmann im E-Interview

„Der Schwerpunkt meines Buches lag tatsächlich auf dem Clean Eating (EAT) in Verbindung mit einer yogischen Sichtweise (TRAIN). Der dritte Bereich meines Blogs – LOVE – ist ein sehr weites Feld und kann sich in all unseren Lebensgewohnheiten widerspiegeln. So auch in puncto Ernährung. Daher zieht er sich wie ein roter Faden durch mein Buch, denn bei einem ganzheitlich gedachten Clean Eating, wie ich es verfolge, geht es auch um die Liebe zu unserer Nahrung…“

Frau Woltmann, von „EAT PRAY LOVE“ zu „EAT TRAIN LOVE“ … Ihr neues Buch ist in Anlehnung an den Bestseller von Elizabeth Gilbert entstanden. Wie leicht ist es Ihnen gefallen, das „PRAY“ zu opfern?

© Christian M. Weiss
© Christian M. Weiss
Um auf meinen geliebten Dreiklang Ernährung, Fitness und Persönlichkeitsentwicklung zu kommen, musste ich „leider“ das PRAY eintauschen… das ist wahr! Doch ganz ist es nicht verschwunden. Im Grunde ist es einfach in LOVE eingeflossen, denn ich thematisiere auch das Arbeiten mit Meditationen, positiven Affirmationen und Dankbarkeit auf meinem Blog EAT TRAIN LOVE.

Eignet sich die Lektüre Ihres Ratgebers vor allem für Frauen? Oder wen hatten Sie beim Schreiben im Blick?

Etwa 80 bis 90 Prozent meiner Blogleser sind schätzungsweise weiblich, daher habe ich häufig an uns Frauen gedacht. Doch mein Buch ist für jeden interessierten Leser geeignet, der sich auf ganzheitliche Weise mit seiner Ernährung und seinem Körper befassen möchte, um sich selbst etwas Gutes zu tun. Der Wunsch nach einem gesunden Leben ist weitestgehend geschlechterneutral.

„Ganzheitlich gesund mit Clean Eating und Yoga“ lautet Ihr Untertitel. Warum hat Ihr Schlüsselwort „LOVE“ hier keinen Raum bekommen?

banner-2016-5_eat-train-loveDer Schwerpunkt meines Buches lag tatsächlich auf dem Clean Eating (EAT) in Verbindung mit einer yogischen Sichtweise (TRAIN). Der dritte Bereich meines Blogs – LOVE – ist ein sehr weites Feld und kann sich in all unseren Lebensgewohnheiten widerspiegeln. So auch in puncto Ernährung. Daher zieht er sich wie ein roter Faden durch mein Buch, denn bei einem ganzheitlich gedachten Clean Eating, wie ich es verfolge, geht es auch um die Liebe zu unserer Nahrung, um Dankbarkeit, um die bewusste Lebensmittelauswahl sowie um entspannte Essensrituale mit genügend Zeit für uns selbst.

CLEAN EATING – NICHT NUR VEGAN

In Ihren drei Büchern steht das Thema „Ernährung“ im Mittelpunkt. Spielt Clean Eating in Ihrem Alltag auch eine so zentrale Rolle?

In meinen Alltag spielen alle 3 Bereiche EAT, TRAIN und LOVE eine große Rolle und keiner ist mir wichtiger als ein anderer. Es ist allerdings so, dass zum Clean Eating ein sehr großer Wissensbedarf meiner Leser besteht, welchen ich über mein Buch sowie über die weiteren eBooks/Guides aufgefangen habe. Doch auch zu anderen Themen meines Blogs wie Yoga, Laufen, Motivation oder Tipps zur Selbstfindung kommen immer mehr Fragen, so dass ich mir durchaus weitere Bücher vorstellen kann.

In Ihrer Rezeptesammlung wird u.a. auf Tiefkühlkost zurückgegriffen. Was macht Ernährung aus Ihrer Sicht „clean“?

Clean bedeutet nichts anderes, als dass unsere Nahrung frei von Konservierungsstoffen, Industriezucker, künstlichen Aromen, Transfetten etc. ist und sie möglichst wenige Verarbeitungsschritte durchläuft. Daher sind tiefgekühlte Beeren, die ohne Zuckerzusatz und Konservierer direkt nach der Ernte eingefroren worden, tatsächlich clean. An ihnen ist nichts Künstliches dran. Natürlich bevorzuge ich aber am liebsten frische Beeren und als 1. Wahl aus meinem eigenen Garten. Doch auch cleane Alternativen, die uns das Leben leichter machen, sind aus meiner Sicht völlig in Ordnung. Ich sehe Clean Eating undogmatisch. Es soll in erster Linie Spaß machen und uns nicht einschränken.

Woher rührt Ihre Begeisterung für grüne Smoothies? Und welcher ist Ihr absoluter Favorit?

Meine Begeisterung für Grüne Smoothies begann gleich zu Beginn meiner „cleanen Karriere“. Ich las im Internet auf amerikanischen Blogs davon und probierte sie einfach mal aus! Es war köstlich! Einen absoluten Favoriten habe ich nicht, denn ich liebe die Abwechslung, aber ich habe einige favorisierte Zutaten, die ich auch Smoothie-Einsteigern liebend gern empfehle. Dazu gehören: frischer Spinat, Ananas, Banane, Gerstengras-Pulver sowie kalter grüner Tee als Flüssigkeit für den Green Smoothie.

Warum ist Ihnen die Einschränkung, aber nicht der Verzicht auf tierische Lebensmittel wichtig?

Ich habe mich viel mit vegetarischer und auch veganer Ernährung befasst und beides für einige Wochen und sogar Monate ausprobiert. Selbst auf ein 4-wöchiges Rohkost-Experiment kann ich zurückblicken, bei dem ich mich körperlich fantastisch fühlte. Aus diesen Ernährungsweisen habe ich mir das zusammengestellt, was meinem Körper besonders gut tut und was sich gut in meinen Alltag integrieren lässt – alles auf der Basis von Clean Eating. So esse ich z.B. seit 4 Jahren kein Fleisch mehr. Ich bin jedoch nach rund 6 Monaten wieder zu Fisch zurückgekehrt und integriere hochwertige Fischsorten 2 bis 3 Mal monatlich in meinen Speiseplan. Ähnlich gehe ich mit Käse und Milch als tierische Lebensmittel um und bevorzuge die pflanzlichen Alternativen auf der Basis von Nüssen, welche unglaublich lecker sind. Ich finde, wenn wir tierische Lebensmittel essen, sollten wir hier insbesondere auf wirklich gute Qualität achten und auch Aspekte wie Tierhaltung etc. bei unserer Auswahl mitberücksichtigen.

YOGA, HIIT UND NOCH MEHR SPORT

Wieso liegt Ihr (Buch-)Fokus auf Yoga, wenn Sie eigentlich vielmehr vom Sport-Mix überzeugt sind?

Das schließt sich aus meiner Sicht nicht aus. Ich liebe den Mix von verschiedenen Sportarten wie Laufen, HIIT oder Krafttraining und kehre immer wieder zum Yoga als ruhigeres Element zurück. Yoga begleitet mich seit mehr als 10 Jahren in meinem Leben und hat für mich einen sehr hohen Stellenwert in Sachen Bewegung. Aus diesem Grund habe ich auch die Yoga-Ausbildung für mich absolviert.

Wie lassen sich die stark spirituell geprägte Yoga- und die eher pragmatisch geleitete HIIT-Philosophie vereinbaren?

Yoga ist nicht nur spirituell geprägt, sondern hat mit der Säule der körperlichen Asanas auch eine sehr bewegungsorientierte Seite, die ich am Power Yoga besonders genieße. Das hat mich auf die Idee gebracht, beide Leidenschaften von mir in einem neuen Workout-Format zu verbinden und daraus sind meine beliebten HIIT YOGA Workouts entstanden. Ein Intervalltraining, in welchem sich kräftigende Bodyweight Exercises mit ruhigeren, oftmals dehnenden Asanas abwechseln. Mir macht diese Trainingsform unglaublich viel Spaß und ähnliches spiegeln mir die Fitnessfans meines Blog auch zurück, denn HIIT YOGA vereint das Beste aus zwei Welten in einer Trainingseinheit!

Zu Ihren großen sportlichen Passionen zählt auch das Laufen. Worin ähneln und inwiefern unterscheiden sich Ihre Yoga- und Ihre Halbmarathon-Ziele?

Im Yoga verfolge ich grundsätzlich kein großes Ziel. Ich arbeite nur konstant an meiner Beweglichkeit und spüre in mich, was mir heute besonders gut tut oder was ich gern erlernen möchte. So übe ich beispielsweise an der Taube oder auch immer wieder an meinem Kopfstand. Beim Laufen bin ich deutlich zielorientierter. Gerade bei der Teilnahme an Laufveranstaltungen geht es eben um bestimmte Strecken oder auch mal um die persönliche Bestzeit über eine Distanz. Mich dort heranzutasten und neue Horizonte zu „erlaufen“, macht unheimlich viel Spaß!

LIEBEVOLLE SELBSTOPTIMIERUNG

Ihr (Blog-)Motto „Sei die beste Version von Dir“ beherzigen Sie sicher auch in Ihrer Arbeit als Life-Coach. Was sind dabei für Sie die wichtigsten „Stellschrauben“?

Mein Blog- und auch Lebensmotto fließt generell in meine Arbeit ein. Natürlich auch in meine Coachings. „Sei die beste Version von Dir“ ist dabei eine liebevolle Aufforderung, beständig dafür zu sorgen, dass es uns gut geht, dass wir Neues ausprobieren und immer mehr zu der Lebensweise finden, die uns ganz persönlich zum Strahlen bringt. Diese Lebensweise kann für jeden etwas anders aussehen! Daher ist es mir auch wichtig, besonders im Coaching die Individualität zu fördern und das Potential meiner Klienten hervorzubringen. Wir schauen uns je nach Wunsch die Ernährung an, gehen laufen, stellen eine passende Yoga Class zusammen oder arbeiten an persönlichen Blockaden. Wie ich immer wieder feststelle, spielen die eigene Motivation und die Einstellung zu sich selbst eine ganz entscheidende Rolle für den Erfolg. Daher drehe ich genau an diesen „Stellschrauben“ am häufigsten und wir erzielen damit große Fortschritte.

VIELEN DANK FÜR DAS INTERVIEW!

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