Schlagwort-Archive: Körpernormen

6.5.2017: Int. Anti-Diättag

6.5.2017: Int. Anti-Diättag

© Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de
© Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de
Der 1. Mai ist zwar ein wenig bekannter, aber auch der 6. Mai hat politischen Sprengstoff: Ausgerufen wurde der inoffizielle Aktionstag durch die von Anorexie geheilte Buchautorin Mary Evans Young Anfang der 1990er Jahre. Im Mittelpunkt stehen die Akzeptanz des eigenen Körpers bzw. schädliche Fehlernährung und Magerkeitswahn bei Frauen und Mädchen. Der 6. Mai wird daher sowohl zum kritischen Hinterfragen von Schönheitsidealen als auch für unterschiedliche Aktionen zur Aufklärungsarbeit bezüglich der Gesundheitsgefahren von Diäten genutzt.
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Studie: Zunehmend zufrieden

Studie: Zunehmend zufrieden

2017-2_ich-bin-dickGerade erst haben wir den Ratgeber „Ich bin dann mal dick!“ vorgestellt, schon scheinen ihn viele zu beherzigen: Laut einer aktuellen US-amerikanischen Studie finden sich immer mehr Übergewichtige mit ihren Rundungen ab und verweigern den Diät-Marathon und andere Abspeckmaßmahmen. Hatten im ersten Erhebungszeitraum (bis 1994) der Langzeitstudie noch 56% der ProbandInnen angegeben, im Jahr davor einen Abmagerungsversuch unternommen zu haben, waren es im jüngsten Erhebungszeitraum nur noch 49%. Die ForscherInnen der Georgia Southern University in Statesboro spekulieren nun, womit dieser Trend zusammenhängt. Ein naheliegender Grund scheint zu sein, dass die Übergewichtigen in den USA inzwischen die Mehrheit der Bevölkerung bilden. Anders als „der Durchschnittsbürger“ selbst haben Stigmatisierungen, Diskriminierungen und Marginalisierungen dadurch stark abgenommen.
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Buch-Tipp: Ich bin dann mal dick!

Buch-Tipp: Ich bin dann mal dick!

2017-2_ich-bin-dickSchluss mit dem Diät-Marathon, der BMI-Hysterie und den Low-Fat-Produkten! Mit ihrem Ratgeber „Ich bin dann mal dick!“ wendet sich Veronika Hollenrieder an alle, die es „satt haben“, unter ihrem Übergewicht zu leiden. Aus ihrer Perspektive als Beraterin und Leiterin des Diabeteszentrums in München-Unterhaching weist die Autorin darin nachvollziehbare Wege zu einem besseren Körper- und Lebensgefühl auf. Zwar müssten ihre LeserInnen ihr „Dick-sein“ selbst gestalten, der Ratgeber liefert dabei jedoch weit mehr als ein theoretisches Fundament. Empathisch und vielschichtig werden sowohl die Alltagsprobleme und Lebenswege von Übergewichtigen nachvollzogen wie die knallharten „dicken Fakten“ (Kapitelüberschrift) präsentiert. Den zahlreichen so genannten „Praxistipps“ – zu Themen wie Risikofaktoren, Energieverbrauch, Schwitzen und Magen-OPs – fehlt teilweise zwar ein Handlungsbezug. Diesen Mangel dürfte jedoch die Fülle an Tipps und Tools wettmachen – selbst wenn der „Ich bin dann mal dick!“-Schalter nicht von heut auf morgen umgelegt werden kann.
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Fitnesskampagne #thisgirlcan

Fitnesskampagne #thisgirlcan


Rund um den Internationalen Frauentag schlägt die britische Fitnesskampagne #thisgirlcan globale Wellen. Mit tollen Sport-Bildern von wackelndem Speck und schwitzenden „ganz normalen“ Frauen sorgt das Video für Furore. Claims wie „I jiggle therefore I am“ und „I kick balls – deal with it“ fordern zu einem geschlechtergerechten Fitness-Verständnis auf – fern vom zarten Ballerina-Traum.

Buchtipp: Frieden mit dem eigenen Körper

Buchtipp: Frieden mit dem eigenen Körper

buch_frieden-schließen2015Der heutige Internationale Frauentag steht nicht zuletzt für den feministischen Kampf gegen herrschende Körpernormen. Rechtzeitig zum 8. März ist nun auch „Das kleine Übungsheft – Frieden schließen mit dem eigenen Körper“ erschienen. Frauen, die Probleme mit ihrem Spiegelbild haben, werden in diesem Ratgeber mit vielen Tests und stärkenden Übungen angeleitet, sich von der Tyrannei gängiger Schönheitsideale zu verabschieden. Die beiden Autorinnen, Anne Marrez und Maggie Oda, sind Verhaltenstherapeutinnen und greifen in ihren Tipps auf langjährige Erfahrungen in der Beratung übergewichtiger Frauen zurück. Dabei steht nicht das Abnehmen, sondern das (Wieder-)Erlangen der Zufriedenheit mit dem eigenen Körper im Mittelpunkt. Frei nach dem Motto „Mein Bauch gehört mir!“…
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Studie: Deutsche im Zerrspiegel

Studie: Deutsche im Zerrspiegel

© Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de
© Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de
„Geht doch!“ Diese selbstzufriedene Einschätzung scheinen viele Deutsche beim Blick auf die Waage zu teilen. Nach einer aktuellen Online-Studie von Produkt + Markt betrachten sich nur 37% als übergewichtig, während – laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) – 67% der Deutschen übergewichtig sind. Gerade bei den jüngeren Erwachsenen im Alter von 18 bis 24 Jahren dominiert bei 78% die Meinung, ihr Gewicht liege „im richtigen Bereich“. Ein spannendes Ergebnis in Zeiten, die ansonsten oft mit „Diätwahn“ und „Magersucht“ in Verbindung gebracht werden. Leider gibt die Studie keinen Hinweis darauf, worauf die Verbreitung des „Zerrspiegel-Phänomens“ zurückzuführen ist. Ob sich hier die hohen Einschalt-Quoten von „The biggest Loser“ bemerkbar machen?
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BMI-Wahnsinn: Klitschko & Pulev zu dick

BMI-Wahnsinn: Klitschko & Pulev zu dick

© wilhei / pixelio.de
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Kampf der Moppelchen? In Vorbereitung auf den Weltmeisterschaftskampf am 15. November haben Wladimir Klitschko und sein Herausforderer Kubrat Pulev gestern in Hamburg ein öffentliches Training absolviert. Dabei dürfte sie kaum jemand mit Sumoringern verwechselt haben, obwohl ihr BMI (Body Mass Index) schon fast im adipösen Bereich liegt. Seit seiner Entwicklung 1832 ist der BMI aufgrund der geringen Aussagekraft in der Kritik, zahlreiche Alternativen existieren. Wie lange halten renommierte Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) noch an dieser unzeitgemäßen Formel fest?
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Mitmachen: Studie Körper(un)zufriedenheit

Mitmachen: Studie Körper(un)zufriedenheit

© Borea, Giovanni / pixelio.de
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An der Universität Potsdam wird derzeit eine Online-Umfrage zum Thema „Körperunzufriedenheit bei kulturell divergenten Identitäten“ durchgeführt. Die Leitfrage dabei lautet, ob bzw. inwiefern die ethnische Identität die Körper(un)zufriedenheit bedingt. Im Fokus sind deutsche und türkische Frauen in Deutschland, die für die Online-Umfrage rund 15 Minuten Zeit investieren müssten – sobald sie sich Klarheit über ihre kulturelle Identät verschafft haben…
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Buch-Tipp: Körperdarstellungen & -zufriedenheit

Buch-Tipp: Körperdarstellungen & -zufriedenheit

buch_ mediale-koerperdarstellungen2014Über 45 Prozent der Befragten im Jugend Trend Monitor 2014 geben an, dass die Medien ein falsches Schönheitsideal vermitteln. Das Werk von Christopher Blake „Wie mediale Körperdarstellungen die Körperzufriedenheit beeinflussen: Eine theoretische Rekonstruktion der Wirkungsursachen“ geht der Frage nach, warum Bilder von Frauen in den Medien die Körperzufriedenheit ihrer Betrachterinnen beeinflussen können. Für ein besseres Körpergefühl unabhängig vom Mediendiktat.
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